August 25, 2010

Natur, Asphalt, Wolken, Art und Wasser :/




Meine kleine Zusammenfassung....
Sonntag gab es was japanisches, Ramen und Nikuman, echt lecker. Der Ramen gehört nun zu meiner Lieblingsspeise weil er einfach jede Suppe toppt, gesund und ästhetisch für das Auge ist. Montag startet ich endlich mein super Projekt von knapp 800km, ich wusste das es in Dresden länger dauern wird, da hier wegen dem Hochwasser einige Radewege gesperrt waren. 9 Uhr ging es dann Richtung Norden, bei schönstem Wetter und einer leichten Brise, los. Die Rollen liefen gut und ich war voller  Freude. Diesen Tag bin ich bis nach Mühlberg gekommen, dass waren ungefähr 72km. 


Mein Lager habe ich an einem Baggersee unter einem Baum aufgeschlagen. Es war der schönste Platz um unter freiem Himmel zu nächtigen. Totmüde kuschelte ich mich in meinen Schlafsack und probierte zu schlafen. Was mich aber davon abhielt, mein benötigten Schlaf zu bekommen, waren irgendwelche Säugetiere Füchse die immer an mir in einem Sicherheitsabstand von 5m (kA ob das wirklich so viel/wenig war, es war dunkel und hat sich verdammt NAH angehört, vielleicht waren es auch Wölfe, da ich ja in Brandenburg war :p) an mir vorbei gerannt sind. Der Höhepunkt dieser diabolischen Terror Aktion der Natur, war gegen 4 Uhr. Ich, schon dermaßen gestresst, müde, voller Angst, Aggression, Adrenalin und mit 1cm Mückenspray auf meinem Gesicht, höre es fauchen und rascheln. So nah wie noch nie! Verdammte Scheiße, oh nein. Diese Biester! Nach ungefähr einer halben Millisekunde, stand ich auf meinen Beinen, den Schlafsack wie ein kleinen aber auch sinnlosem Schutzwall bis zu meinem Hals hochgezogen. Mein Blick starrte in Richtung Fauchen und probierte das Tier zu Fokussieren. Was nahezu durch die Dunkelheit unmöglich war. Mein Verstand  funktionierte erstaunlicher Weise gut, so dass ich dem Angreifer mit einer Imitation seiner selbst in die Knie schlagen wollte. Also probierte ich so gut zu fauchen wie nur möglich, was dem Tier offensichtlich gefiel, den der teuflische Gesell kam näher. Entweder dieser Fuchs war so taff, das er keine Angst verspürte, oder es war das beste liebesfauchen auf der Welt in den Ohren dieses Säugers. Was besonders schlecht für mich wäre. Ich schnappte mein Longboard in der Hoffnung nicht auf dieses arme Tier einschlagen zu müssen, mit dem Rücken zum Baum wartete ich und hielt mein Atem an. Zum Glück hat es sich dann fauchend verabschiedet. Nach diesem Schrecken habe ich mich entschieden aufzubrechen, sobald die ersten Sonnenstrahlen den Himmel erleuchten und ich endlich wieder ordentlich sehen kann. Also Sachen gepackt und ohne Schlaf weiter. 

Die Sonne motivierte mich weiter zu fahren, so kam ich dann irgendwann nach einer erneuten Umleitung, weil wieder das scheiß Hochwasser den Elberadweg blockierte, zu einem Bäcker. Kaffee und Kuchen, die besten Muntermacher der Welt. Jetzt den Rest in kurz: Fahren, Hochwasser, Regen, rollen Bergab (toll), Regen, durch den 5km langen Wald gehen (weil wieder das Wasser die Wege blockierte), Umleitung, endlich Rollen, Oh Hochwasser (diesmal beuge ich mich nicht und fahre keine 8km zurück sondern laufe durch die Flut mit meinem Zeugs über dem Kopf, so wie beim Bund), auf der anderen Seite ging es auch nicht weiter (scheiße), durch ein Kloster und endlich auf dem Elberadweg, Wolken (dunkel und fies), Pause mit Stullen und Schokolade (alles ist wieder gut), unendliche weiten, oh Kopfsteinpflaster, Regen (diesmal hab ich es nicht geschafft mich unter meine schützende Plane zu werfen), total durchnässt noch 10km bis nach Wittenberg. Endlich, nach 96km (laut Reisekarte - waren bestimmt mehr, viele Umleitungen und so), bin ich angekommen und habe mir den Weg bis zur Jugendherberge erkämpft. Mein Rücken tat weh, mein linker Knöchel war verstaucht, die rechte Wade war im Eimer und ich habe über 36h nicht mehr ordentlich geschlafen. Ab ins Bett um am nächsten Tag zu chillen. Das war auch bitter nötig. 

Weiter in kurz: Stadt angeguckt und gechillt. Der nächste Morgen war so schön, die Sonne schien und gab mir eine phänomenale Kraft, so das ich noch heute bis nach Hamburg fahren könnte, 2km später kehrte ich um. Grund für meine Entscheidung war wieder das verkackte Hochwasser das die Wege nicht freigeben wollte. Die Umleitung dieser Strecke verlief über Bundesstraßen, die so gefährlich sind wie... ach was weiß ich. Jedenfalls gibt es so degenerierte Autofahrer die sich denken: "Oh, jetzt verpasse ich dem Straßenraudi da vorne eine Lektion und überhole ganz knapp, so dass er sich erschreckt und nie wieder mit seinem Skateboard auf der Straße fährt und mich in meinem Weg behindert." Idioten, auch jene, die denken sie müssten mir genau das sagen in dem sie mich zwar mit ausreichendem Abstand überholen, aber dann kurz vorher ihre Hupe nutzen, so dass ich jedesmal zusammenzucken muss. Fuck Off! So macht das keinen Spaß. Manchmal denke ich mir ich brauche so eine Metallstange mit einem Fähnchen dran, wenn sie mich knapp überholen... ihr ganzer Lack zerballert wird. Na ja egal. 
Jedenfalls: Informationspunkt und kostenlose Karten besorgt, Route geändert, Berlin-Leipzig Radweg, die wohl schlechteste Entscheidung am diesem Tag, Wald -  wieder laufen, doch tolle Entscheidung =), lange und gut asphaltierte Wege, yeah Fläming Skate :D, cool, macht Spaß, Downhill, einfach nur geil. So über 90km später habe ich dann meine Reise mit einem Kokoseis beendet und bin Heim.


Kommentare:

  1. das geile ist, dass ich 3 Tage vorher auch in wittenberg war. wer hätte das gedacht *g*

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